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Meldung

Energieausweise für Neubauten ab 2016

Neue Wohn- und Nichtwohngebäude müssen ab 1. Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen. Viele vorausschauende Bauherren erfüllen schon heute diese erhöhten Energieeffizienzstandards.

Bereits seit 1. Mai 2014 gilt die novellierte Energieeinsparverordnung EnEV 2014. Die Deutsche Energie-Agentur dokumentiert zudem die wichtigsten Änderungen für Neubauten, die unter anderem 2016 in Kraft treten: 

Neue Wohn- und Nichtwohngebäude müssen ab 1. Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen. Dann wird der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) um 25 Prozent gesenkt. Viele vorausschauende Bauherren erfüllen schon heute diese erhöhten Energieeffizienzstandards. Zum einen, um baulich für die Zukunft gewappnet zu sein und einer Wertminderung ihres Hauses vorzubeugen. Zum anderen, um den Energieverbrauch und die Heizkosten zu minimieren, was auf lange Sicht die Nebenkosten überschaubar hält. 

Die nächste einschneidende Änderung kommt 2021. Dann gilt für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Vorgesehen ist, die ab 2021 gültigen Richtwerte bis Ende 2018 zu veröffentlichen. 

Neu ausgestellte Energieausweise enthalten ab sofort neue Energieeffizienzklassen. Waren die energetischen Kennwerte bisher auf einer Skala von grün bis rot dargestellt, werden sie nun einer von neun Effizienzklassen zugeordnet. Man kennt das System bereits von der Elektrogeräte-Kennzeichnung: Die Farbskala reicht von A+ (geringer Energieverbrauch) bis H (hoher Energiebedarf). Vorhandene Energieausweise behalten ihre Gültigkeit. Wer eine Immobilie verkaufen oder vermieten möchte, muss schon bei der Besichtigung den Energieausweis vorlegen. 

Achtung bei Immobilienanzeigen: Sogar wer privat in kommerziellen Medien inseriert, muss laut EnEV 2014 § 16a die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis in der Immobilienanzeige nennen, zum Beispiel der Jahres-Endenergiebedarf  oder -verbrauch des Gebäudes. Wenn ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vorliegt, muss auch die Effizienzklasse angegeben werden. Mit dieser Regelung möchte der Gesetzgeber erreichen, dass Immobilienangebote auf dem Markt besser vergleichbar sind.