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Meldung

Schornsteinfeger: Monopol fällt 2013

Bisher kam der Mann in schwarz alljährlich und unaufgefordert: Nun fällt am 1.Januar 2013 das Monopol der Schornsteinfeger. Welche Folgen dies für Hausbesitzer haben wird, darauf macht das Immobilienportal www.immowelt.de aufmerksam.

Hauseigentümer sind nach dem Fall des Monopols nun frei in ihrer Kaminkehrerwahl. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden einige Schornsteinfeger vermutlich Termine abends und auch samstags anbieten. Zudem können Hauseigentümer unter Umständen mit Preisnachlässen rechnen. Die anfallenden Arbeiten, wie Abgaswerte messen und Kamin kehren, muss nun nicht mehr zwangsläufig der Bezirksschornsteinfeger durchführen, sie können sogar an ausländische Dienstleister vergeben werden. Eine Liste über ab 2013 zugelassene Handwerksbetriebe führt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter www.bafa.de.

Um sich ab 2013 frei für einen Kaminkehrer seiner Wahl entscheiden zu können, benötigt jeder Immobilieneigentümer bis spätestens Ende 2012 einen sogenannten Feuerstättenbescheid, weiß immowelt.de. Dieser stellt sicher, dass Brandschutz- und Sicherheitsstandards eingehalten werden. Er listet auf, welche Feuerstätten im Haus vorhanden sind, welche Arbeiten in welchem Zeitraum an der Anlage vorgenommen werden müssen und benennt die geltende Rechtsgrundlage.

Ausgestellt wird dieser Bescheid nach einer sogenannten Feuerstättenschau. Bei dieser prüft der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger, wie der Bezirksschornsteinfeger ab 2013 genannt wird, die Feuerstätte auf Betriebs- und Brandsicherheit. Je nach Bundesland können dafür bis zu 40 Euro anfallen. Ab 2013 müssen Hausbesitzer aber auch mit mehr Pflichten rechnen: Sie müssen dann selbst daran denken, einen fachlich qualifizierten Kaminkehrer zu bestellen und die anfallenden Arbeiten durchführen zu lassen. Spätestens zwei Wochen nach dem im Feuerstättenbescheid festgelegten Termin muss der Hausherr seinen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger über die ordnungsgemäße Durchführung der Arbeiten an der Feuerstätte informieren.

Vernachlässigt der Hauseigentümer seine Pflichten, muss er mit den Konsequenzen leben: Im Schadensfall kann es zu haftungs- und versicherungsrechtlichen Problemen kommen. Außerdem kann eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro drohen.